Stadtteilmütter sollen Türen öffnen. Türen zu Familien mit Migrationshintergrund, die aufgrund von familiären und engen nachbarschaftlichen Strukturen bisher weitgehend isoliert waren. Bei Fragen zu Erziehung, Gesundheit und Bildung dienen Stadtteilmütter Frauen aus Mülheim, Buchheim und Buchforst als Anlaufstelle. In diesen drei Stadtteilen wird das Programm Mülheim 2020 umgesetzt.

Seit September 2010 werden Frauen aus verschiedenen Kulturkreisen von der Volkshochschule zu Stadtteilmüttern ausgebildet. Derzeit arbeiten rund 30 von ihnen beim Träger des Projektes, der Christlichen Sozialhilfe Köln. „Die Familien bauen ein enges Vertrauensverhältnis zu den Stadtteilmüttern auf“, sagt Ingrid Kaiser von der Christlichen Sozialhilfe. „Durch die Müttercafés und Elterntreffs spricht sich die Arbeit der Stadtteilmütter schnell rum. Das Projekt wird sehr gut angenommen.“ In den letzten Jahren wurden über 300 Familien von Stadtteilmüttern erreicht.

Wir haben Stadtteilmütter besucht, die für türkische und arabische Frauen ein Handarbeitsprojekt anbieten. Mit Strick- und Häkelkunst können zum Beispiel Laternenpfähle ummantelt werden.